Team

 Unser Betrieb an der Münchner Theresienwiese beschäftigt heute 21 Mitarbeiter. Jeder Bereich von Buchele Raumgestaltung hat dabei seine festen, erfahrenen und speziell geschulten Mitarbeiter, die den Kunden mit ihrer jahrelangen Erfahrung gern hilfreich zur Seite stehen. Wir freuen uns außerdem auch darüber, junge Menschen zum Raumausstatter ausbilden zu dürfen. Unsere Lehrlinge durchlaufen während ihrer Ausbildung alle Bereiche des Handwerksbetriebs. Sowohl unsere jungen als auch unsere erfahrenen Mitarbeiter, die teils schon über vier Jahrzehnte für unser Traditionsunternehmen arbeiten, garantieren Ihnen ein stets optimales Ergebnis zu Ihrer vollsten Zufriedenheit.

Andreas Buchele

Der heutige Geschäftsführer ist seit 1998 in der Geschäftsleitung tätig und übernahm das Unternehmen im Jahr 2008 von seinem Vater Anton Buchele. Seit 1895 befindet sich das Unternehmen im Besitz der Familie. Andreas Buchele führt das traditionelle Handwerk in der vierten Generation fort und legt auch im 21. Jahrhundert größten Wert auf den hohen Qualitätsstandard der Produkte seines Raumausstattungsunternehmens.

Stilvoll bis ins Detail, so präsentiert sich der einprägsame Showroom mit den gusseisernen Säulen im Buchele-Hofgebäude des Stadthauses an der Theresienwiese. Dort steht Andreas Buchele am großen hölzernen Ladentisch und begutachtet mit der Kundschaft Tapeten und Stoffe der Extraklasse, die als Muster überall in den Regalen griffbereit aufgestapelt sind. So inszenieren sich diese fast wie von selbst: Webkunst und Dessin haben einerseits den Wandel der Zeit überdauert, andererseits lassen sie – im klaren Design von heute – Platz für Tradition und die Moderne: in allen Stilrichtungen und aus kostbaren Naturmaterialien, mit zeitloser Eleganz oder mit den wechselnden Ansprüchen des jeweiligen Lifestyles. Viele der Stoffe werden eigens digital bedruckt oder gewebt – feinster Damast bis edelster Brokat, mit originalen Modeln gestalteter Tegernseer Handdruck auf Bauernleinen und Gaufragen. Auch andere Prägetechniken, Stickereien und Applikationen für Dekorationen. Dazwischen liegen bunte Bodenbelags-Kollektionen, handgetuftete Stücke von Teppichen und luxuriöse Posamenten aus der Manufaktur von Posamenten-Müller.

Wilfried Moser, Showroom

Darüber weiß neben Andreas Buchele auch Wilfried Moser genauestens Bescheid. Seit zwei Jahren berät der frühere Mode-Designer mit Ausbildung in Textil-Design, Farbenlehre, handwerklicher Maler und Lackierer freiberuflich Kunden, die mit vielen Wünschen und Fragen hierher kommen.

Andreas Buchele entwickelt in diesem behaglichen Atelier mit Leidenschaft auch unkonventionelle Gesamtkonzepte für textile Raumgestaltung mit Anspruch – von der Planung bis zur Ausführung. Mit ästhetischem Feingefühl, Kreativität und kommunikativem Geschick gelingt es ihm, traditionelles Handwerk und innovatives Design unter einen Hut zu bringen. Beratend erörtert er mit den Kunden jedes Detail und kann so in Kooperation mit Architekten und Innenarchitekten alle exklusiven Ansprüche an Wohnqualität erfüllen.

Karl Bernhard, Verwaltung

Bei einem an Einblicken reichen Praktikum bot sich Karl Bernhard die Gelegenheit, einmal in das Aufgabengebiet eines Dekorateurs hineinzuschnuppern. Das hat ihm so gut gefallen, dass er sich intensiv auf die Suche nach einer Lehrstelle zum Raumausstatter machte. Erst seit 1965 ist dies durch die Erneuerung der Handwerksordnung die offizielle Berufsbezeichnung, früher hieß es „Polsterer-, Sattler- oder Tapezierer-Dekorateur“. „Die Firma Anton Buchele hat mir einen Super-Eindruck gemacht, da habe ich mich beworben“, meint er. So begann sein beruflicher Werdegang in der Buchele-Werkstatt bereits als junger Mann, damals noch in der Kidlerstraße 10. Das war vor 44 Jahren. Schon lange trägt er den Meister-Titel und noch immer fühlt er sich hier ausgesprochen wohl. Von der Angebotserstellung über das Ausmessen bis hin zu den handwerklichen Gestaltungsarbeiten – interessante Aufgaben gibt es genug – ob im In- oder Ausland. Immer habe es die ganze Zeit über auch Highlights gegeben, sei es die Herstellung und Anbringung des rekonstruierten roten Bühnenvorhangs in der Münchner Staatsoper, die wertvollen Wandbespannungen in den Museen und Galerien Berlins oder die textile Ausstattung der eindrucksvollen Ausstellung „500 Jahre Post“ im Schloss der Fürstenfamilie Thurn und Taxis in Regensburg. Da wurde ein gewebter Sisalteppich verlegt, die Vitrinen mit Stoff ausgespannt, die auffälligen Vorhänge drapiert und eine begehbare Weltkugel aus Filz zusammengesetzt – in ihrer Wirkung einmalig.

Früher ist Karl in seiner Freizeit gerne alpin Ski gefahren und war im Sommer auf dem Tennisplatz zu finden. Mittlerweile ist er ganz gerne gemütlich daheim und lässt sich von seiner Ehefrau mit guter bayerischer Hausmannskost verwöhnen.

Markus Mayer, Büro

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Er ist zuständig für Administration und Koordination im Büro: Markus Mayer hat 1990 seine Ausbildung zum Raumausstatter bei Buchele begonnen, ist nach der Gesellenzeit und absolvierter Meisterprüfung bis zum heutigen Tag dort geblieben. Dass er sich auch noch die Betriebswirtschaft für das Handwerk zu eigen machte, ist für seinen jetzigen Arbeitsbereich von großer Bedeutung. Die zeitliche Arbeits-Koordinierung für seine Kollegen, Angebotserstellung und administrative Tätigkeiten bilden seinen Verantwortungsbereich. Als Allrounder ist er Ansprechpartner für alles, was in einem mittelständischen Betrieb „so anfällt“. Wegen seiner langjährigen Fachkenntnis in der Raumausstattung mag aber auch so mancher Stammkunde nur ungern auf die Mayer´schen Maßangaben vor Ort verzichten.

Zu seinen liebsten und schönsten Aufgaben gehören die des „Protokollchefs“, vor allem für die Bayerische Staatskanzlei. So organisierte und betreute er federführend zusammen mit Andreas Buchele den politisch und gesellschaftlich so wichtigen Besuch von Papst Benedikt XVI., der im September 2006 seine bayerische Heimat bereiste. Verantwortlich für den Roten Teppich zur Begrüßung des hohen Gastes am Flughafen Franz-Josef-Strauß, für die mobilen Fahnenmasten und die aufwändigen Tribünen auf dem Weg zum Marienplatz, die Rednerpulte beim anschließenden Staatsempfang in der Münchner Residenz und die Beschaffung des dazugehörigen Equipments. „Da darf nichts passieren“, meint der gewissenhafte Markus, der in seiner Freizeit gerne in die Fahrrad-Pedale – und auf die Berge – steigt.

Wilhelm Plum, Polsterei

„Wir halten zusammen, wir stehen für unsere Werte, wir sind stolz auf unseren Erfolg, auf das bayerische Lebensgefühl“. Worte des FC Bayern Bosses Karl-Heinz Rumenigge zum 115jährigen Jubiläum der Vereinsgründung. Das könnten die Worte des bekennenden FC Bayern-Fans Willi Plum, zum Buchele-Jubiläum sein. Dessen schönstes Erlebnis war natürlich der Empfang der Münchner Spieler nach dem gelungenen historischen Triple, für die seine Firma in der Bayerischen Staatskanzlei den Roten Teppich auslegte.

Meistens und am liebsten hält sich Willi Plum aber von Beginn seiner Lehre an seit über vierzig Jahren in der Polsterei auf. „Die Maschinen sind so alt wie wir und älter und funktionieren wie wir halt auch noch“, meint er mit einem wissenden Lachen und wendet sich wieder seinen Kollegen und den Polsterarbeiten zu: klassisch mit den handgeschnürten Federungen, Fasson- oder Gurtpolsterungen, Restaurierungen, aber auch die modernen Varianten, in denen Daunenkissen und Formpolster aus aktuellen Materialien en vogue sind. Oder skurril, wie das gerade bearbeitete Hundekissen, das mit vielen Swarovski-Steinen besetzt wird. Immer aber fertigen sie für jeden Geschmack: von kleineren Arbeiten bis hin zum komplett ausgestatteten Innenbereich der aktuellen „Wohn-Art“ mit ihren neu kombinierbaren Materialien.

Ein Jugendstilbankerl bekommt einen ganz individuellen Bortenabschluss, die Récamièren aufwändige Polsterungen, eine Herausforderung. Für die Jacob-Stühle im Louis XVI.-Stil werden die extra angefertigten Stoffe nach historischen Vorlagen aufgebracht, andere Stilmöbel mit alten Gobelins versehen. Wie in einer Puppenstube stehen dazwischen maßgetreue Rohmodelle von Sofas und Sesseln, damit sich die Kunden das fertige Endergebnis vorstellen können. Blankleder oder rustikal-deftiges Hirschleder wird hier bearbeitet, doppelt abgesteppt für die großen Türen begehbarer Schränke. Kuhfelle auf Barhocker gezogen, Cord, Samt, Leinen und Glattgewebe in allen Farben und Mustern auf den guten Möbelstücken wie zur Anprobe mit viel Geschick zunächst festgesteckt, bis alles perfekt sitzt.

In der Mittagspause fertigt Willi Plum aus Reststoffen Hausschuhe an, das Handwerk lässt ihn einfach nicht los. Sein Sohn Moritz steigt seit 2013 in seine Fußstapfen und absolviert bei Buchele die Ausbildung zum Raumausstatter. Begeisterte FC Bayern-Anhänger sind sie beide, das versteht sich sowieso.

Horst Piott, Außendienst

Es war der Jahreszeit entsprechend ein etwas zu kühler Mittwoch, als Horst Piott am 01.09.1976 seine Lehrstelle bei Anton Buchele antrat. Raumausstatter wollte er werden, schon wegen des elterlichen Bodenleger-Betriebes handwerklich „vorbelastet“. Drei Jahre dauerte die Ausbildung. Das Ergebnis: eine erfolgreich abgelegte Gesellenprüfung. Bis heute arbeitet der findige Mitarbeiter ausgesprochen gerne für seine „zuverlässige und familiär geprägte Firma“. Seit fast vierzig Jahren ist er als Experte insbesondere für exklusive Wandbespannungen zuständig.

Mit dieser großen Erfahrung konnte er die Wände in fast allen großen Museen wie der wieder eröffneten Städtischen Galerie Lenbachhaus, der Alten und der Neuen Pinakothek in München, der Neuen Gemäldesammlung und der Alten Nationalgalerie in Berlin neu und effektvoll auskleiden. Auch die Wandbespannungen in den Räumlichkeiten des weltbekannten Schlosses Nymphenburg, der Sommerresidenz der Wittelsbacher, und in den barocken Prunkräumen und der Grande Galerie des eindrucksvollen Neuen Schlosses Schleißheim hat Horst Piott zusammen mit seinen Kollegen erneuert. Der dafür benötigte wertvolle rote Brocatelle-Stoff wurde in Spezialwebereien in Frankreich hergestellt und bedarf beim Aufspannen großer Umsicht und Fachkenntnis.

Ein guter und unkomplizierter Umgang mit vielen privaten Kunden ist seine Stärke, die auf diese enorme Fachkenntnis bei den Wandverkleidungen, Tapeten und Bodenbeläge vertrauen. „Da gibt es keine 0/815 Tapeten. Man muss darüber nachdenken – wie mache ich das, wie ist die Verarbeitung, den Zeitablauf richtig einschätzen.“ Deshalb ist Horst Piott viel unterwegs, um auch die individuellen Dekorationen über die handwerklichen Arbeiten hinaus schon vor Ort im Vorfeld abzuwägen.

Seit er einmal in Portugal war, gehört seine große Leidenschaft dem Land auf der iberischen Halbinsel. Obwohl er sein Münchner Zuhause liebt, fährt Horst Piott so oft es geht mit dem Auto in den Süden an den Atlantik. Eines verbindet ihn neben seinem Beruf bis heute mit dem Senior-Chef Anton Buchele: die ewige Liebe zur Kulinarik, zum Ausprobieren und Genießen.

Christina Scherdi, Näherei

Meterweise liegen Stoffschätze wie luxuriöser Samt, schimmernde Seide oder gechinzte Baumwolle auf dem Zuschneidetisch von Christina Scherdi. Die junge Gesellin hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und ist 2007 als Azubi für Raumausstattung bei Buchele angetreten. Alle Sparten der anspruchsvollen Tätigkeit hat sie hier erlebt. Heute steht sie der Näherei vor und kennt sich bestens mit den Besonderheiten der unterschiedlichen Materialien aus. Zur Erinnerung an ihre Vorgängerin Lieselotte Widmann, die über vierzig Jahre bei Buchele tätig war, nennt sie ihre althergebrachte Pfaff-Nähmaschine liebevoll „Lotte“. Diese steht zusammen mit der Blindstich-Nähmaschine für nicht-sichtbare Nähte und einer mobilen Koffer-Nähmaschine für auswärtige Nähereien in der hellen Werkstatt. Leise schnurrt noch eine Kettelmaschine zum „Versäubern“, zum Einfassen von Stoffrändern vor sich hin. An der maßgenauen Ablängeanlage fallen die fein säuberlich vernähten Stoffbahnen herunter, um die Länge der Vorhänge präzise zu bestimmen. Im Umgang mit den wertvollen Stoffen ist die sorgfältige handwerkliche Bearbeitung eine Voraussetzung. Hier entstehen Raffrollos und komplett handgearbeitete, gefütterte und moltonierte Vorhänge in allen Ausführungen, mit oder ohne Posamenten oder „angesetzten“ Borten und Fransen. Dekorative Schabracken, hauchzarte Gardinen und Stores, Überwürfe für Betten und passend abgestimmte Tischdecken-Unikate mit handgearbeiteten Details werden in der Buchele-Näherei gefertigt und perfekt aufgebügelt.

Apfeldorf bei Landsberg ist Christina Scherdis Heimatort. Eine weitere Leidenschaft von ihr ist traditionelle bayerische Blasmusik. Dort spielt sie das Flügelhorn bei der Blaskapelle Hofstetten.